Wetter und Klima

Das Klima Lapplands ist von Extremen geprägt. Da gibt es diese langen und kalten Winter mit viel Schnee und eisigen Temperaturen über Wochen. Das Thermometer kann ohne Probleme auf minus 30°C und kälter sinken. Aufgrund der trockenen Luft ist das Kälteempfinden aber ein anderes.
Andreseits haben wir die hellen Sommer, wo es gerne auch mal Temperaturen bis zu plus 30°C geben kann und die Sonne nie müde wird und immer Licht spendet.

Die vier Jahreszeiten dauern unterschiedlich lange. Ab Mitte November kommt der Schnee, und dieser schmilzt oft erst Mitte Mai. Umso kürzer und "knallender" ist dafür der eigentliche Frühling. Einige Skandinavier sagen deshalb auch: "Gestern war Frühling". Ab Juni scheint die Sonne mit all ihrer Kraft und bringt so den Sommer ohne grosse Ankündigung direkt in den Norden. Ab Mitte August freuen wir uns, wenn die Tage wieder kürzer werden und wir wieder einen Nachthimmel mit Sternen und Mond sehen können. Der Herbst leuchtet nochmals in den schönsten Farben, bevor er sich dann wieder für ein Jahr verabschiedet.

 

Die acht Jahreszeiten

Die Samen teilen das Jahr in acht Jahreszeiten ein, welche sich an die Zyklen im Jahresverlauf der Rentierwanderung anpassen. Wir finden, dass man diese acht Jahreszeiten auch gut für die verschiedenen Touren in Lappland anwenden kann.

Frühlingswinter (März / April)

Die trächtigen Kühe bewegen die Herde instinktiv dazu, die Wälder zu verlassen und in die Berge zu ziehen.

Das ist die Zeit, in der auch die Schweden wieder nach draussen gehen. An vielen Orten sieht man die Leute vor ihren Eislöchern sitzen - es ist Zeit zum Eisfischen, es bietet sich die Möglichkeit für schöne Tages- und Mehrtagestouren - mit den Polarhunden oder mit den Schneeschuhen oder Wanderskis.

Frühling (April / Mai)

Zur Zeit der Schneeschmelze (April) werden die Kälber geboren. Die Samen errichten jetzt ein festes Lager und verbleiben eine gewisse Zeit an derselben Stelle.

Der Übergang vom Winter zum Frühling geht ohne Verzögerung und die Schneeschmelze beginnt. Im Mai beginnt der Fluss aufzubrechen und wir sehen nach ein paar Monaten wieder das Wasser fliessen. Im April kann man bei angenehm warmen Temperaturen draussen unterwegs sein. Der Mai ist für uns ein Zuhause-Monat. Der Schnee ist weg, aber das Grün mag noch nicht richtig kommen.

Frühlingssommer (Juni)

Eine eher ruhige Zeit für die Hirten, während die Tiere das frische Grün geniessen.

Der Frühling ist da und mit ihm kehrt das Grün ins Land zurück. Es bietet sich die Möglichkeit für schöne Trekkingtouren. Und die verschiedenen Gewässer rund um Sorsele laden zu unterschiedlichsten Angeltouren ein. Die Sonne begleitet uns täglich länger...

Sommer (Juni / Juli)

Unter dem Licht der Mitternachtssonne kennzeichnen die Hirten ihre neugeborenen Kälber.

... und die nie mehr enden wollenden Tage lassen uns spät zu Bett gehen. Trekkingtouren, mit dem Kanu unterwegs sein, angeln - es ist die Zeit, um die Natur in ihren blühendsten Farben zu geniessen.

Herbstsommer (August / September)

Männliche Rentiere, die entsprechend gemästet wurden, werden für die Schlachtung ausgewählt. Weniger "Glückliche" werden kastriert. Die Tiere ziehen sich aus Nahrungsmangel in tiefere Lagen zurück.

Unterwegs gibt es die ersten Beeren zu pflücken und zu geniessen - Blaubeeren und Moltebeeren laden zum Schlemmen ein. Mitte August zeigt sich der Mond zum ersten Mal wieder und es kommt langsam Herbststimmung auf. Die für uns schönste Zeit für Trekkingtouren beginnt.

Herbst (September / Oktober)

Die Hirten widmen sich traditionellerweise dem Fischfang, während die Tiere auf den Brunftweiden mit der Paarung beschäftigt sind. Der erste Schnee fällt.

Im September leuchten die Blätter in den kräftigsten Gelb-und Orange-Tönen. In der Nacht kann das Thermometer im September auch schon einmal unter die Null-Grad-Grenze fallen und für die Schweden beginnt die Jagdzeit. Bis Ende September lassen sich noch schöne Touren unternehmen. Im Oktober wird es dafür schon zu kühl. Nun kommen aber dafür die richtigen Temperaturen, um mit dem Training der Hunde zu beginnen.

Herbstwinter (November / Dezember)

Die Herde verlässt die zunehmend frostigen Berge in Richtung der Niederungen (Wälder), wo noch restliches Grün vorhanden ist.

Die Natur stellt sich auf den Winter ein. Die Kälte beginnt im November den Fluss zu verändern und der Schnee fängt an, die Landschaft zu bedecken. Für die Polarhunde beginnt die schönste Zeit des Jahres.

Winter (Dezember bis Februar)

Die Tiere werden in die tiefer gelegenen Wälder gebracht, wo im Winter die Nahrung leichter zugänglich ist. Die Samen verbringen den Winter in Holzhäusern.

Zusammen mit den Hunden geniessen wir schöne Touren im Schnee, lassen uns von der Kälte und dem Nordlicht verzaubern, grillieren in der Grillkåta unser Essen und geniessen das so spezielle Licht während dieser Zeit.

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